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In Deutschland leben schätzungsweise 30.000 Menschen auf der Straße. Ohne etwas Vernünftiges zum Anziehen, eine wärmende Mahlzeit und ein schützendes Dach über dem Kopf ist für sie jeder Tag ein zermürbender Existenzkampf. Viele leiden körperlich und seelisch unter dieser Situation. Mit dem Dauerfrost wird ihre Lage noch schlimmer. Wer jetzt draußen schläft, riskiert sein Leben. 

In mehreren deutschen Großstädten, wie Dresden, Bielefeld, Berlin oder Freiburg, sind Mitarbeiter der Heilsarmee daher regelmäßig mit ihrem Einsatzwagen unterwegs. Sie suchen obdachlose Menschen auf, verteilen Becher mit heißer Suppe, hören den Hilfesuchenden zu und machen ihnen Mut. Wenn die Temperaturen unter null Grad sinken, gehen zum Beispiel in Dresden Gemeindeleiter Gert Scharf und sein Team zusätzlich auf Kältestreife. Dann suchen sie nachts nach Menschen, die im Freien übernachten, um ihnen das Überleben in der Kälte zu erleichtern. 

„Jedes weitere Grad unter Null kann tödlich sein“, sagt Gert Scharf. „Daher verteilen wir als erstes Schlafsäcke und heiße Getränke. Danach bieten wir den Betroffenen an, sie in eines der Nachtcafés zu fahren, damit sie von der Straße kommen.“ Manchmal reagieren Obdachlose zunächst mürrisch, wenn die Kältestreife kommt. Doch die meisten greifen gerne zum heißen Tee und bedanken sich für die Hilfe. Anfang 2011 ging ein Heilsarmee-Mitarbeiter erstmals auf Kältestreife, seit dem eisigen Winter 2012 wurde die Patrouille dann zu einem ständigen Dienst ausgebaut.
Projektort: Berlin, Bielefeld, Dresden, Hamburg, Freiburg, Deutschland

Ansprechpartner:

Dave N.

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