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 Ein Land gezeichnet vom Krieg

Die Kämpfe mit dem IS sind beendet, markiert durch die Befreiung Mossuls im Juli 2017. Hunderttausende Menschen machen sich auf den Weg zurück in ihre Heimat. Gleichzeitig gibt es viele Geflüchtete, die noch nicht zurückkehren können. Eine Dynamik, die eine besondere Herausforderung darstellt: Nach Einschätzungen der Vereinten Nationen sind über 8,7 Mio. Menschen auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen.

Besonders betroffen ist die Region Ninawa im Norden des Iraks. Allein hier leben über 4 Mio. Hilfsbedürftige. Straßen und öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser und Schulen sind beschädigt oder gänzlich zerstört. Neben einer medizinischen Versorgung mangelt es vor allem an sauberem Wasser für den täglichen Gebrauch. Abfälle und Schmutz steigern die Gefahr, dass Krankheiten ausbrechen.

Die Sicherheit der Menschen ist weiter bedroht. Auch wenn der IS aus den Städten vertrieben ist, erhält er nach wie vor Rückhalt in einigen ländlichen Gegenden. Neue Konflikte zwischen den Kurden, der Türkei und der irakischen Zentralregierung können auch in Zukunft für weitere Kämpfe sorgen.  

 
Gemeinsam bauen wir an der Zukunft

Seit 2017 kümmert sich Help um den Wiederaufbau im Irak. Neben der Bohrung von Brunnen verlegt Help in der Region Ninawa Wasserleitungen, baut Wassertanks und Pumpanlagen. Hierdurch haben über 19.000 Menschen wieder fließendes Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen und für die tägliche Hygiene. Durch die Verteilung von Müllcontainern wird der Abfall von über 3.500 Haushalten nun fachgerecht entsorgt. Auch die Verbreitung von Krankheiten durch Abfälle wird so vermieden.Der 71-jährigen Fatma hat Help schon geholfen. Auch Sie musste mit ihrer Familie vor dem Terror fliehen und ist nun in ihr Dorf zurückgekehrt. Sie erinnert sich: „Vor 34 Jahren gab es das letzte Mal ein funktionierendes Wassernetzwerk in unserem Dorf. Dank Help gibt es nun wieder Wasser für alle!“Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt beim Wiederaufbau von Schulen. Über 22.500 Schülerinnen und Schüler haben durch unsere Arbeit wieder einen Ort zum Lernen. 12 weitere Schulen für 8.000 Kinder werden im Jahr 2018 noch folgen. Eine Perspektive für Flüchtlinge und Rückkehrer schaffen wir auch durch unsere Ausbildungsprogramme. Bis jetzt bildeten wir 620 Azubis in Berufen wie Schweißer, Näher, Frisör und Informatiker aus. Insgesamt unterstützen wir über 100.000 Menschen im Irak.  


Projektort: Dohuk, Irak

Ansprechpartner:

R. Walter

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